Geschichte der Pfarre

Genehmigungsschreiben

Genehmigungsschreiben zur Errichtung der Pfarre Huchem-Stammeln

Der Weg zur selbständigen Pfarre

Die folgenden Informationen stammen überwiegend aus der Chronik der Pfarre St. Josef Huchem-Stammeln-Selhausen, die anlässlich des 125-jährigen Pfarrjubiläums verfasst wurde.

Bis 1864 gehörten die Orte Huchem, Stammeln und Selhausen zur Pfarre Oberzier. Zivilrechtlich waren sie selbständige Gemeinden, die zur Bürgermeisterei Birkesdorf gehörten. Etwa 1841 tauchte in Oberzier der Gedanke auf, die Kirche zu vergrößern oder eine neue zu bauen. Hieran hätten sich die Gemeinden Huchem-Stammeln und Selhausen auch beteiligen müssen. Da das Verhältnis zwischen den Gemeinden Huchem-Stammeln und Selhausen und der Gemeinde Oberzier wohl schon etliche Jahre nicht mehr harmonisch war, gab es ab ca. 1845 klare Zielvorstellungen, ein eigenes Pfarrsystem zu gründen. Am 13. Februar 1858 erfolgte die erste Eingabe der Gemeinden Huchem-Stammeln und Selhausen an die erzbischöfliche Behörde. Die Pfarre Oberzier erhob dagegen heftigen Einspruch, da sie durch eine Abtrennung erhebliche finanzielle Veränderungen erwartete. Da die Gemeinden aber zu entsprechend großen Opfern und Anstrengungen bereit waren, wurde am 10. September 1858 die Eingabe an die bischöfliche Kurie mit der Bitte um Abtrennung von der Mutterpfarrei Oberzier und zur Errichtung einer selbständigen Succursal Pfarrei gemacht. Am 9. Januar 1862 wurde schließlich die Entschädigung an die Pfarrei Oberzier festgelegt. Am 16. April 1862 kam die landesherrliche Zustimmung durch König Wilhelm von Preußen und am 14. Juni 1862 die kirchliche durch Erzbischof von Köln Johannes Kardinal von Geissel.

Nach Eintreffen der Genehmigung wurden die Vorkehrungen zur Errichtung der Kirche und des Pfarrhauses eifrig betrieben. Im Juli 1862 gab es bereits Baupläne, im Oktober wurden die Baustellen gekauft. Im Frühjahr 1863 wurde mit dem Bau begonnen. Wegen des großen Baufortschritts erfolgte bereits vor der Fertigstellung der Bauten am 14. Juni 1864 die Erhebung zur eigenständigen Pfarre durch Erzbischof von Köln Johannes Kardinal von Geissel. Am 18. August 1864 informierte die Gemeinde Huchem-Stammeln den Landdechanten über die Fertigstellung der Bauten und bat um die Einsegnung der Kirche und die Berufung eines Geistlichen. Am 29. August 1864 ernannte Kardinal und Erzbischof Geissel von Köln Kaplan Kaspar Josef Rumpen zum ersten Pfarrer der neu gegründeten Pfarre Huchem-Stammeln – Selhausen. Die feierliche Einführung fand am 24. September 1864 statt.

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